FSV Großpösna 1990 e.V.

13.09.15| A-Jugend| SC Eintracht Schkeuditz – FSV A 1 : 2 (0 : 1)

Ein Sieg des Willens

Aufstellung:

Mähl – J. Erdmann, Bauer, Sieber, Nöcker (81. Willaschek) – Naundorf (90. Urban), P. Erdmann, Uhlmann, Jabs – Schmidt, Meinl (55. Raddatz)

Tore:

0 : 1 Jabs (43.)
1 : 1 (50.)
1 : 2 Willaschek (85.)

Fazit:

Was für ein Spiel! Es war alles dabei, was Fußball so interessant macht. Positives und weniger Positives.
Unsere Mannschaft begann stark und hatte das Spiel jederzeit im Griff. Was da in der ersten Halbzeit spielerisch angeboten wurde, ist der Grund, warum Zuschauer ins Stadion gehen. Dazu Torchancen in Hülle und Fülle. Aber aus 5 bis 10 Metern ein 7,32m x 2,44m – Ziel zu treffen stellt uns immer wieder vor riesige Probleme. Okay, da gibt`s noch einen Torhüter und der Schkeuditzer ist wirklich ein richtig guter, aber das Verhältnis von Aufwand und Nutzen stimmt nicht. Also immer wieder die Hoffnung, dass doch irgendwann mal einer reingehen muss. In der 43. Minute dann endlich die Erlösung. F. Jabs lässt uns verdient mit (nur) 1 : 0 in die Pause gehen. Von Schkeuditz sah man bis dahin nur sporadische Offensivaktionen.
Viel zu meckern und zu verändern gab`s also nicht. Aber Fußball lebt ja oft von Weisheiten. Und eine bewahrheitete sich leider mal wieder. Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, wird irgendwann bestraft. Die Strafe erfolgte in der 55. Spielminute. Fußball ist nicht immer gerecht. Wir versuchen natürlich wieder in Führung zu gehen und wieder vergeben wir eine Reihe von Chancen. Man kann auch ein überlegen geführtes Spiel verlieren. Knackpunkt 70. Minute. Wir kassieren in Höhe der Mittellinie, bei eigenem Ballbesitz, in der Vorwärtsbewegung eine völlig unnötige (aber leider berechtigte) rote Karte wegen Nachschlagens ohne Ball. Was tun? In Unterzahl wenigstens den Punkt sichern oder auf Sieg spielen? Das sonst immer vor Harmonie strotzende Trainerduo war sich uneins. Der eine (früher Verteidiger) wollte den Spatz in der Hand, der andere (früher Vollblutstürmer) die Taube auf dem Dach. Und hier zeigte sich, dass es oft gut ist, wenn der Klügere nachgibt. In den letzten 10 Minuten wurde trotz Unterzahl noch einmal taktisch offensiver gespielt. Und dieser ungewöhnliche Schachzug brachte tatsächlich Erfolg. Der gerade eingewechselte N. Willaschek traf in der 85. Minute mit seinem ersten A-Jugend-Tor zum umjubelten und völlig verdienten 2:1 – Endstand.
Super Leistung und super Einstellung unseres Teams. Spielerisch und kämpferisch ganz großes Kino. Einziger Wermutstropfen: Lieber Trainerkollege! Nächstes Mal will ich aber wieder Recht haben. Heute kann ich`s aber sehr gerne verkraften.

nächstes Spiel: Sonntag, 20.09., 10.30 Uhr: Heimspiel gegen den SV Tapfer 06 Leipzig; Treff: 09.30 Uhr

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