10.05.15| A-Jugend| SG Leipzig-Bienitz – FSV A| 3 : 2 (3 : 0)

Zwei völlig gegensätzliche Halbzeiten

Aufstellung:

Mähl – J. Erdmann, Bauer, Popp, Nöcker – Naundorf (46. Reiche), Jabs, P.Erdmann, Meinl – Schmidt (55. Sieber), Böhm (46. Raddatz)

Tore:

1 : 0 (1.)
2 : 0 (29.)
3 : 0 (45.+1)
3 : 1 Meinl (58.)
3 : 2 Meinl (62.)

Fazit:

Es gibt da so Spiele, an die wird man sich noch in einigen Jahren erinnern. Es sind diese Spiele, warum man vom Fußball begeistert ist. Und ein solches Spiel durfte man heute in Bienitz beim Spiel unserer A-Jugend beim Tabellendritten erleben.
Das es schwer werden würde, wussten wir vorher. Die „A“ ohne sieben, dafür aber mit drei B-Jugend-Spielern, die aber ihre Sache sensationell machten.
In der ersten Hälfte war`s von unserer Seite okay. Bienitz legte schon nach einer Minute vor. Extrem schneller Angriff über die Außen. Hereingabe. Drin. Diese Taktik stellte uns gerade in der ersten Hälfte oft vor Probleme. Langsam kamen wir ins Spiel, aber die wenigen guten Möglichkeiten wurden vergeben oder wir agierten im Mittelfeld zu hektisch. 29. Minute. Eckball. 2:0. Ärgerlich dann aber besonders der völlig unnötige Treffer zum 3:0. Bienitz war die bessere Mannschaft.
In der Pause nahmen wir uns vor, dem Gegner zu zeigen, dass wir nicht umsonst Tabellenfünfter sind. Das auch in Großpösna guter Fußball gespielt wird.
Was aber dann kam, war unglaublich. Vielleicht eine der besten Halbzeiten, die ich je von unserer Mannschaft gesehen habe. Und wir spielten ja nicht gegen Laufkundschaft. Plötzlich druckvolles Offensivspiel, leidenschaftlicher Fight, die richtige Balance zwischen Schnelligkeit und sicherem Spiel. Und vor allem wurde endlich mal spekuliert, mitgedacht und richtig nachgesetzt. Und dann stellt sich irgendwann der Erfolg ein. So in der 58. Spielminute durch M. Meinl. Das setzte die „zweite Luft“ frei. Als M. Meinl nach 62 Minuten das 2:3 gelang, sogar die „dritte Luft“. Jetzt wurde es ein rassiges , mitreißendes Fußballspiel. Bienitz staunte, wir aber auch, was wir alles können. Torchancen in Hülle und Fülle. Marke: besonders wertvoll. Aber Bienitz hatte einen klasse Hüter und der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Wir rannten immer wieder an, aber nicht kopflos, wobei wir immer wieder auf die gefährlichen Konter des Gegners achten mussten. Der Ausgleich wäre sowas von verdient gewesen. Aber leider fiel er heute nicht mehr.
Was bleibt? Eine Niederlage, die sich aber trotzdem nicht wie eine anfühlt. Echt paradox! Eine Mannschaft, die so ins Spiel zurückfand, dass es die Trainer nicht nur stolz macht, sondern die eine Leistung in der zweiten Hälfte ablieferte, vor der man sich verneigen muss. Vielleicht wirkt dieses Spiel so nachhaltig nach, dass die Mannschaft gespürt und begriffen hat, was wir als Trainer oft meinen und vielleicht mit Worten bisher nicht vermitteln konnten. Und nicht zuletzt auch vielen Dank für die Unterstützung an unsere B-Jugendlichen, die sich nicht nur nahtlos einfügten, sondern mit ihrem Spiel starke Akzente setzten und eine echte Bereicherung darstellten.

nächstes Spiel: Sonntag, 17.05., 10.30 Uhr: Heimspiel gegen den Knautkleeberger SC 1864; Treff: 09.30 Uhr

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